Bruno Hirt


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Vom Schneeschuhlaufen

Sport > Schneeschuhlaufen

Wissenswertes zum Schneeschuwandern
Schneeschuhwandern ist eine uralte Erfindung.Bereits Indianer, Trapper und Eskimosstapften mit selbstgebauten Schneereifen durch ihre Jagdgründe im hohen Norden Kanadas und Alaskas. Sie erfanden das Baurezept, das heute noch gilt: einen Rahmen –damals aus Holz – mit einer Bespannung, für die sie Tierhautstreifen und Fell benutzten. Auch hierzulande waren Schneeschuhe früher für Förster, Jäger und Holzhauer unerlässlich bei der winterlichen Arbeit. Heute werden sie hingegen kaum mehr verwendet. Vielmehr dienen sie mittlerweile dem puren Wintervergnügen.

Intensives Naturerlebnis
Stille und leises Knirschen des Schnees begleiten den Schneeschuhwanderer. Auch wenn die weisse Pracht mehrere Meter hoch liegt. Man sinkt kaum ein und geht sanft und sicher wie auf einem gut geräumten Wanderweg. So lassen sich verschneite Gipfel erreichen oder gemütliche Spaziergänge durch den tief verschneiten Winterwald erleben. Wer einmal den Zauber einer verschneiten hochalpinen Winterlandschaft abseits der technischen Pisten-Trampelpfade erlebt hat, weiss um die Faszination des Schneeschuhwanderns:
weg vom Alltags-Stress, mit sich und der Natur im Einklang. «Schneeschuhwandern ist ein anstrengender Sport, der das kardiorespiratorische System deutlich belastet. Ein 5km-Lauf mit Schneeschuhen entspricht etwa der Laufdistanz von 10km in normalen Joggingschuhen und auf solidem Terrain. 75% der maximale Herzfrequenz und 60% VO2-max werden bei lockerem Training schnell erreicht. Ein weiterer Vorteil ist der hohe Kalorienverbrauch. Bei einer Fortbewegungsgeschwindigkeit von 4,8km/h verbrennt man je nach Einsinktiefe
bis zu 1000 Kalorien pro Stunde. Auch deshalb sind Trainingsdauer und -intensität wichtiger als die zurückgelegte Distanz. Die dämpfend
wirkende Schneedecke schont ausserdem die Gelenke. Da jeder Schritt ein wenig anders verläuft, entstehen ebenfalls weniger Abnützungserscheinungen verglichen mit anderen Ausdauersportarten.» «Aufgrund der ausgeprägten Wetterexposition besteht bei ungeeigneter Kleidung das Risiko der Hypothermie sowie von Frostbeulen. Insbesondere die Füsse sind stark kälteexponiert. Es empfiehlt sich deshalb, Neoprenoder Goretex-Socken anzuziehen.»

Naturschutz respektieren
Mit Schneeschuhen ist man nicht auf gespurte Wege angewiesen und bisher unerreichbare Gebiete reizen zum Erwandern. Das bedeutet aber auch, dass sich Schneeschuhwanderer oft im Lebensraum von Wildtieren bewegen. Es ist deshalb unerlässlich, sich rücksichtsvoll zu verhalten.

  • In Waldgebieten auf Wegen und markierten Routen bleiben. Auf keinen Fall kreuz und quer durch den Wald laufen.
  • Nicht durch Aufforstungen und Jungwald gehen.
  • Ruhezonen und Schutzgebiete für Wildtiere respektieren.
  • Dem Wild nach Möglichkeit ausweichen.
  • Futterstellen umgehen.
  • Lärm vermeiden.
  • Wildtiere nur aus Distanz beobachten.


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